Landy innen:

Überholung des Turboladers






Beim Kilometerstand von ca. 90tkm machte der Turbolader mit hellen Rauchzeichen am Auspuff auf sein langsames Ableben aufmerksam. Genauere Untersuchungen haben stark verschlissene Lager des Laders zum Vorschein gebracht. Da ich nun den Lader für einen TDI200 brauchte, in unserer Werkstatt aber zur Zeit nur Lader des TDI300 vorrätig waren, habe ich mich mit den Ladern genauer beschäftigt. Der neue Lader hat ein etwas größeres Verdichterrad, einen anders positionieren Druckregler und einen geänderten Ölrücklaufanschluß. Die Abgasseite mit dem Turbinenrad ist Baugleich. Somit kann man die Lader an der Stelle zusammenfügen..
 

Bild1  
So sitzt der Turbolader am TDI200 Motor im Defender.
 

Bild2  
Deutlich sind an den Lagerstellen die Einlaufspuren zu erkennen. Aufgrund des Lagerspiels ist Motoröl in die Saug und Abgaskanäle gelangt. Die Verdichterschaufeln (links) haben bereits im Schneckengehäuse "spanabhebend" gearbeitet.
 

Bild3  
Der Turbolader des TDI300 ist hängend angeordnet. Es handelt sich um einen Garret T250-04 Lader mit der Land Rover Teilenummer ERR 4893 bzw. ERR 4802
 

Bild4  
Der Druckregler ist beim TDI200 etwas anders angeordnet.  

Bild4  
Hier der Turbolader samt Ansaug- und Abgaskrümmer vom TD. Der vom TDI200 sieht ähnlich aus. An der rot marierten Stelle ist der Lader zu trennen. Die vier Schrauben raus und den Lader vorsichtig auseinander hebeln. Vorsicht, die Kühlrippen brechen leicht ab!
(Bild geklaut bei Landrover Secondhand)
 

Bild5  
Das Herzstückt des neuen Laders. Rechts ist das Turbinenrad und sitzt im Abgasweg, links das Verdichterrad. Mittig ist der Flansch für die Ölrücklaufleitung, der Anschluss für den Ölzulauf ist gleich wie beim alten Lader.
Vorsichtig, die Verdichterschaufeln verbiegen zwischen den Fingern!
 

Bild6  
Der neue Druckregler wurde mit der alten, angepassten Halterung am neuen Lader fixiert .
 

Bild7  
Um den Halter anschrauben zu können müssen zwei M6 Gewindelöcher gebohrt werden. Die Bohrungen sollten nicht zu tief gebohrt werden um das Schneckengehäuse nicht zu beschädigen. Der nicht benötigte Halter kann entfernt werden.  

Bild8  
Für die Ölrücklaufleitung wurde auf ein 5mm Eisenstück eine Verschraubung aufgeschweisst und entsprechend dem Lochmuster des Laders gebohrt. Da die Verschraubung nicht unbedingt erforderlich ist genügt auch ein einfacher Rohrstutzen auf den der Schlauch direkt aufgesteckt werden kann.
 

Bild9  
Prinzipbild eines Turboladers. (Bild aus dem Internet)
 

Bild9  
Prinzipbild eines Turboladers. (Bild aus dem Internet)
 

Bild9  
Innenleben eines Turboladers. (Bild aus dem Internet, www.kfz-tech.de)
 

Bild10  
So sieht ein Lader aus wenn im Ansaugkanal irgendwas vergessen wurde.
 

Der Ladedruck muß natürlich neu eingestellt werden. Da der Lader ein größeres Verdichterrad hat und einen höheren Druck zur Verfügung stellen kann ist ein besserer Durchzug aus dem Drehzahlkeller zu erwarten da der geringere benötigte Druck früher ansteht.
Wird der höhere Ladedruck zu tunigzwecken genutzt sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten!

 

Zurück zur Seite Landy innen/Motor TDI200

 

DefenderRainer's 4x4 RoversiteDefender

  Seite oben - aktualisiert:21-Apr-2007 - 2002 rainer dresselhaus - impressum - rainer4x4@t-online.de