Landy innen:

Überholung einer Lichtmaschine, Teil 1


LiMa vom TDI200





Da über einen längeren Zeitraum die Auspuffkrümmerdichtung an meinem Landy undicht war sind die Rauchgase auch durch die Lichtmaschine gezogen. Die dadurch hervorgerufene Verschmutzung durch Russ ist nicht ohne Folgen geblieben. Die Lichtmaschine sorgte zunehmens für Störungen im Radio und Funkgerät und die Ladeleistung sank. Ursache dafür sind stark verschmutzte Kontakte die auch wegen des hohen Alters der Maschine an Federkraft verloren hatten. Also habe ich die Maschine zerlegt, gereinigt und mit neuer Farbe versehen. Bei der Gelegenheit habe ich gleich einen Entstörkondensator nachgerüstet. Vor dem Zusammenbau habe ich die Dioden geprüft und nach der Montage die Funktion der Maschine mit einem Oszilloscop gemessen.
 

Bild1  
Die gereinigten und lackierten Bauteile der Maschine.
 

Bild2  
Die Riemenscheibe lässt sich am einfachsten mit einem Schlagschrauber demontieren oder montieren. Die elektrischen Schleifringe (links) bleiben bis zuletzt zum Schutz mit Isolierband umwickelt.
 

Bild3  
Vor einiger Zeit mußte ich schon das vordere Lager erneuern so daß ich nun keine neuen Lager brauchte. Die Schleifringe (links) sollten glatt und ohne Riefen sein.
 

Bild4  
Die Diodenbrücke und der Spannungsregler ist eingebaut. Im Vordergrund ist der Entstörkondensator zu sehen, darüber befindet sich der Regler (silberes Kästchen). Die Kohlen die von links auf die Schleifringe drücken (Bildmitte) sind federnd gelagert und sollten für eine sichere Kontaktgabe ausreichend lang sein.  

Bild5  
Am Multimeter wird die Diodentestfunktion eingestellt und alle neun Dioden werden getestet. Das Multimeter zeigt die typische Durchlassspannung der Dioden an. Spannungen über 0,7V oder unter 0,2V sind bedenklich und weisen auf defekte Dioden hin. Bei diesem Test weisst das rote Messkabel immer in Richtung Masse, das schwarze Kabel in Richtung Pluspol. Beim Messen der Ladespannung ist das umgekehrt. Die Spulenanschlüsse müssen während des Diodentestes abgelötet sein!
 

Bild6  
Die fertige Lichtmaschine.
 

Bild7  
Mit speziellen Kabelklemmen kann man die angeschlossene Maschine prüfen. Eine dünne Nadel drückt sich durch die Isolierung. Eine Stecknadel tuts natürlich bei den geringen Spannungen auch.  

Bild8  
Das angeschlossene Oszilloscop wird auf AC, 200mV/div und 10ms/div bzw. 500us/div eingestellt. Hier ist nur der Störspannungsanteil von Bedeutung. Die Ladeschlussspannung von 14V wird mit dem Multimeter genauer gemessen.
 

Bild9  
Der typische Brummspannunsverlauf einer Drehstrombrückengleichrichtung.
 

Bild10  
Bei längerem Zeitinterval lassen sich leichte Regelschwingungen des Spannungsreglers feststellen.
 

 
Das Prinzipschaltbild der Ladeschaltung mit einer Drehstromlichtmaschine.
(Draufklicken zum vergrößern)
 

Bild10  
Die Lichtmaschine noch im vorherigen Zustand. Deutlich sind noch die Abgas-Russ-Spuren zu erkennen.
 

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