Landy innen:

Überholung einer Lichtmaschine, Teil 2


LiMa vom 3,5L V8





Im Wesendlichen sind sich die Lichtmaschinen gleich. Daher stelle ich hier nur die wichtigsten Unterschiede und die "Problemzone" der Masseschraube heraus .
 

Bild10  
Die Diodenplatten sehen bei dieser LiMa ganz anders aus. Oben sind die drei Anschlussstellen der Ständerwicklung zu sehen.
 

Bild10  
Die Zentralschraube löst sich mit der Zeit. Sie ist gleichzeitig der Masseanschluss am LiMa-Gehäuse. Eine lose Kontaktstelle kann hier schnell für einen Leistungsverlust der LiMa sorgen.
 

Bild10  
Mit einem kleinen Schraubenschlüssel wird die Schraube festgezogen.
 

Bild10  
Die Lichtmaschine ist mit offenen Lagern versehen. Das Kugellager kann ausgewaschen und neu gefettet werden. Besser ist ein neues Lager in ZZ-Ausführung (beidseitig geschlossen) oder RS-Ausführung (beidseitig wasserdicht).
 

Bild10  
Nachdem der Rost entfernt ist wird der Rotor gleich überlackiert.
 

Bild10  
In dieser Kerbe sitzt die Masseschraube der Diodenplatten.
 

Bild10  
Die Kohlen sollten auch gleich geprüft werden. Diese sind noch lang genug. Da bauart bedingt die mittlere Kohle fast nicht abläuft, die rechte aber Verschleiss zeigt, kann man beide Kohlen glätten und untereinander tauschen.
 

Bild10  
Die Lichtmaschine wird wieder zusammen gesetzt. Der Rotor (schwarz) darf nicht am Ständer (rot) schleifen.
 

Bild10  
Bevor die Diodenplatte eingesetzt wird sollten die Kontaktstellen mit einem Schaber gereinigt werden.
 

Bild10  
Saubere Kontaktstellen sorgen für die Zuverlässigkeit.
 

Bild10  
Nachdem ein Installationsversuch erfolglos abgebrochen werden musste, habe ich die LiMa nochmal genauer untersucht. Eine der Dioden war defekt und musste ausgetauscht werden. Da die Dioden eigendlich nicht auswechselbar sind wurde ein handelsüblicher Typ mit Schraubgewinde eingesetzt. Die neue Diode ist oben links auf dem Kühlkörper das silberne Gebilde. Type: 85HFR20, 85A/200V, Gehäuseform DO5, Anode am Gehäuse.
 

Bild10  
Die defekte Diode (das kleine Quadrat mittig) ist fest mit dem Kühlkörper verbunden und nicht erneuerbar. Leider ist das Bild etwas unscharf.
 

Bild10  
Das Prinzipschaltbild der Ladeschaltung mit einer Drehstromlichtmaschine.
(Draufklicken zum vergrößern)
 

Die überholte Lichtmaschine hat nicht lange gehalten,
nach ca. 700km war eine weitere Diode auf der Diodenplatte kaputt!

Bild10  
Also habe ich die Diodenplatten zerlegt und alle Dioden abgeschliffen. Dann habe ich einen kompletten Satz neuer Dioden bestellt und auf die vorhandenen Kupferbleche geschraubt.
Für die positive Seite (links) benötigt man 3 Dioden mit der Kathode am Gehäuse, Type 85HF200. Die negative Seite ist mit Dioden Type 85HFR200 bestückt. Anode am Gehäuse.
 

Bild10  
Bei etwas geschickter Anordnung der Dioden lassen sich die bestückten Bleche ineinander verschachteln. Jeweils zwei Lötfahnen einer positiven und negativen Diode werden mit einem Draht zusammengelötet und bilden einen Anschluss der Ständerwicklung.
 

Bild10  
Die positive Platte muss natürlich gegen die Schraube isoliert werden. Drei weitere Dioden werden noch für die Erregerwicklung benötigt. Drei gleiche 6A Typen hatte ich noch in der Schublade.
 

Bild10  
Ein bisserl eng wirds schon in der Lichtmaschine.
 

Bild10  
Und so sieht der Regler der Lichtmaschine aus. Ursprünglich war er vergossen.
 

Die Lichtmaschine versieht ihren Dienst mittlerweile an meinem TDI200-Motor.
Die Befestigunglaschen passen ohne Probleme, nur die Riemenscheibe ist ausgetauscht worden.


Zurück zur Seite Landy innen/Elektrik 2

 

DefenderRainer's 4x4 RoversiteDefender

  Seite oben - aktualisiert:29-Mär-2004 - 2002 rainer dresselhaus - impressum - rainer4x4@t-online.de