Der Wohnanhänger, Aussenumbau


Ich hab mal wieder ein neues Projekt angefangen und mir einen
herunter gekommenen QEK-Wohnanhänger zugelegt.
Der QEK ist ein altes DDR Produkt aus den 80er Jahren. Er konnte auch
vom Trabbi und dergleichen Kleinwagen gezogen werden, da er nur 500kg wiegt.

Und damit eignet er sich ja auch für Quads.
(Bild aus den I-Net)


 

Als leichter Anhänger ist er natürlich auch für den Offroad Einsatz geeignet.
Um diesen Umbau geht es hier!

 
Hier steht er in meiner Garage. Wie man sieht, groß ist er nicht.
Das Fahrzeug hat eine Küchenzeile und einen Kleiderschrank im Bug, sowie eine teilbare Sitzgruppe für 6 Personen im Heck. Diese Sitzgruppe lässt sin in drei Schlafplätze umwandeln.
Das Fahrzeug ist komplett aus Kunststoff-Formteilen ohne Isolierung hergestellt. Im Verhältnis zu anderen Wohnanhängern vermisst man ebenso die Heizung sowie einen Kühlschrank.

Aber dazu später mehr.
Zum Innenausbau auf der zweiten Seite gelangt Ihr über den Buttom am Ende dieser Seite.
 

 
Leider ist das obere Türblatt kaputt. Ersatz werde ich wohl nur schwer bekommen.
 

 
Die Radbremse.
Die Bremsfunktion wird im Rahmen des geplanten Umbaues wohl geopfert werden müssen
.
 

 
Der Plan........
 

 
Dafür musste mein QEK erstmal das Fliegen lernen.
 

 
Der QEK Rahmen.
 

 
Die Achse trägt normalerweise Räder in der Dimension 145R13.
 

 
Ich werde hier kräftig eingreifen und für etwas mehr Bodenfreiheit sorgen.
 

 
Nachdem die Achse genau vermessen ist wird der Federteller entfernt und auf einem 7cm hohen Vierkantrohr wieder aufgesetzt. Danach werden die Rohre des A-Frames an das Vierkantrohr angeschweisst.
 

 
Die Stoßdämpferaufnahme wird direkt unten angeschweisst. Knotenbleche versteifen das Ganze.
Für solche Arbeiten greife ich auf einen Schlossereibetrieb zurück, der die für diese Arbeiten erforderlichen Schweissnachweise vorweisen kann.
 

 
Zuerst habe ich in die Nabe auf der Drehbank eine Kerbe im Lochkreisdurchmesser gezogen. Dann die Roverfelge aufgelegt und die neuen Löcher angekörnt und gebohrt.
 

 
Die Anpassung an die Landrover Fünflochfelge klappt gut.
Zum Testen sind erstmal "normale" Schrauben verwendet. Später werden Feingewindebolzen der Festigkeitsklasse 10,9 eingesetzt
.
 

 
Die neue Radnabe.
Leider ist die Form des Radhauses etwas eigenwillig, so das ich zur Anpassung des Rades noch die innere Verkleidung ändern muss.
Von der oberen Federaufnahme zum Rahmen werden noch Versteifungen eingeschweisst.
 

 
Zusätzliche Verstrebungen sorgen für die nötige Verwindungssteifigkeit für den Offroad Einsatz.
 

 
Zusätzliche Verstrebungen sorgen für die nötige Verwindungssteifigkeit für den Offroad Einsatz.
Zur Zeit läuft der Ww auf Holzrädern, nach dem Achsumbau ist er selbst auf nackten Felgen zu hoch für die Garage.
 

 
Geht doch .
 

 
Das Rad ist ordentlich unter gebracht.
Da die Bewegungsfreiheit beim Einfedern noch etwas gering ist, werde ich, wie oben schon angedeutet, den Achsträger ein wenig verändern
.
 

 
Wie oben erwähnt, die Form der Radhäuser musste etwas verändert werden.
 

 
Und natürlich mussten die Ausschnitte wieder dicht gemacht werden.
Unten sind 4cm abgewinkelt und zwischen Aufbau und Rahmen gesteckt. Das sorgt für die nötige Steifigkeit und Dichtigkeit
.
 

 
Ein Offroadfahrzeug braucht ein wenig Flankenschutz, denn die GFK Karosserie ist nur etwa 3mm dick.
 

 
Für die Kotflügelbördelung habe ich mir eine Holzschablone aus 2cm dickem Sperrholz angefertigt.
Zuerst hefte ich die Blechtafel an das Fahrzeug, male die Kotflügelkontur ab, lege die Tafel auf eine feste Unterlage, lege die Holzschablone auf, male mit einer geeigneten Scheibe die zukünftige Kontur auf..........

 

 
.......dann kommt die Tafel so auf die Holzschablone das die zukünftige Kontur übersteht.
Die schmale Stelle verstärke ich unter der Tafel mit einem dünnen Stahlblechstreifen, und oben mit einem Vierkanntrohr und verschraube das Ganze kräftig mit zwei Schraubzwingen.

 

 
Ein Hammer als Gegengewicht - und dann Stück für Stück das Blech verhauen. Solange bis es die gewünschte Form annimmt.
 

 
Die Ecken werden "am lebenden Objekt" umgebördelt. Einige Male Einschneiden hilft ungemein.
Das Quintettblech hat übrigens eine Stärke von 1,5/2mm. Zusätzlich zu den Poppnieten habe ich noch Sikaflex aufgetragen. Die Niete müssen übrigens selbstdichtend sein, also kein durchgängiges Loch haben, oder man muss sie anschliessend mit Sika abdichten.

 

 
Und noch ein wenig Eckenschutz.
 

 

 
Elementarstes Problem des QEK ist die fehlende Lüftung. Ich hab aus den üblichen Wohnwagen Zubehörprogrammen eine Dachluke besorgt und eingebaut. Diese Dachluken lassen auch im geschlossenen Zustand eine permanete Lüftung zu.
 

 
Seitlich Leisten müssen noch für die richtige Passform sorgen.
 

 
Diese Leisten werden links und recht unter gelegt und mit Karosserieband abgedichtet.
 

 
Innen fehlt noch die Verkleidung. Auch hier müssen noch Leisten eingebracht werden.
 

 
Vorne hab ich ein großes Loch gesägt. Warum soll schliesslich hinterm Gaskasten soviel Platz verschenkt werden. Den Platz brauche ich dringend für die Heizung.
 

 
Nun ist der Gaskasten fertiggestellt. Eine senkrecht eingesetzte Trennwand dichtet den Innenraum nach aussen ab.
 

 
Der Gaskasten ist bis unten hin geschlossen ausgeführt. Im Bereich der Gasflaschen sind einige Bohrungen im Bodenblech zur Belüftung vorgesehen.
 

 
Und so sieht das dann von innen aus.
 

 
Eine neue Deichsel ist angekommen, und natürlich gleich eingebaut.
Dazu habe ich das alte, nach oben gekröpfte Deichselrohr bündig an der Wohnwagenfront abgesägt. Die neue 60mm Deichsel habe ich etwa 1m tief in das alte Rohr gesteckt und mit 10mm Schaftschrauben verbolzt.
Ich brauchte eine nach unten gekröpfte Deichsel da das Rahmenzentralrohr (altes Deichselrohr) nach der Hochlegung der Achse auf fast 50cm Höhe über dem Boden liegt.
Die normale Kugelkopfhöhe ist aber nur 40cm hoch. Die Deichseln haben eine Kröpfung von 9cm
.
 

 
Da sich im alten Deichselrohr sehr viel Dreck befand, habe ich eine Topfbürste mit einem 1m langen Röhrchen verlängert, in eine Bohrmaschine gespannt und damit das alte Rohr innen gereinigt. Den Dreck hab ich dann mit einem Staubsaugerschlauch ausgesaugt. Dann habe ich Sprühfett in das Rohr gesprüht. Somit war das Einschieben der neuen Deichsel in das alte Rohr kein Problem mehr.
 

 
Rechts neben der Eingangstür habe ich das Loch für den Wandkamin der Heizung gebohrt. Der Abstand vom Wandkamin zur Türöffnung (oder Fensteröffnung) muss mind. 300mm betragen.
Wer hat eigentlich behauptet der QEK sei nicht isoliert?
10mm Schaumstoff kamen zum Vorschein.
 

 
Die Deichsel hat wieder ein Stützrad und eine Handbremse erhalten.
 

 
Das Stützrad sitzt noch etwas schief, aber dazu wird mir sicher nochwas einfallen.
Die Handbremse ist Bestandteil der alten Betriebsbremse. Eine Betriebsbremse wirds jedoch nicht mehr geben.
 

 
Eine Stützplatte an einen Halter montiert, Handbremshebel dran, fertig!
 

 
Mein QEK ist zwar noch lange nicht fertig, aber ich musste unbedingt schon mal Probe schauen!
 

 
Sieht doch irgendwie stimmig aus.
 

 
Die Bodenfreiheit beträgt 57cm, und dürfte damit deutlich besser sein als die vom Rover.
 

 
Der Gaskasten ist bis auf den Klappdeckel fertig. Links und rechts sitzen die Bremskeile.
Die Gasflasche selbst ist mit einem Haltegurt versehen. Ich kann zwei Gasflaschen oder eine Gasflasche und einen Wassertank vorne mitnehmen. Es darf allerdings keine elektrische Pumpe im Gaskasten eingebaut sein, dass wäre nicht zulässig. Ich habe eine selbstansaugende Pumpe im Innenbereich.

 

 
Mittlerweile ist auch das Stützrad gerade.
 

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