Tank


Als ich heute nach einem Ausflug tanken wollte, machte sich nach kurzer Zeit
ein strenger Benzingeruch bemerkbar. Unter der Katze war eine Pfütze.
Um die Ursache zu finden musste ich die Verkleidung abbauen.

 
Im Gewindeflansch des Tankgebers ist ein Riss. Der Tank muss also repariert werden.
 

 
Zunächst werden die Instrumente abgebaut, dann der Lenker komplett gelöst.  

 
Alle Schraubern aus der Karosse werden entfernt. Man achtet auf diese Laschen.  

 
Da ich grundsätzlich eine faule Socke bin habe ich den Lenker nur gelöst, aber nicht demontiert. Die Lenkung wird zum Entfernen der Karosse stark eingeschlagen.  

 
Dann wird die Karossen hinten angehoben und nach hinten verschoben. Ist sehr fummelig, aber es geht.  

 
Die Karosse ist nun abgehoben.  

 
Die vier Befestigungsschrauben des Tanks werden heraus gedreht. Nun kann der Tank nach hinten heraus gezogen werden.
Hm, muss ich wirklich erwähnen das der Tank leer sein muss? Also Spritleitung von Vergaser abziehen, in einen Kannister halten, Sprithahn öffnen, Tank leer laufen lassen!
Bei meinem Tank ist übrigens die Benzinleitung am hinteren Ende des Tanks angeschlossen. Es soll auch Tanks geben wo der Benzinhahn direkt unten am Tank befestigt ist! Also auch einen echte Reservestellung hat.
 

 
So sieht das dann von unten aus.  

 
Der Tank ist nun frei. Hier ist der Tankgeber schon ausgebaut.  

 
Mit Würth "Klebt und Dichtet" habe ich das komplette Gewinde satt eingestrichen, dann die Verschraubung wieder drauf gedreht und den überstehenden Kleber verschmiert.  

 
Hier das Ergebnis.
Die kleinen Löcher in der Dichtfläche der Verschraubung (oberstes Bild) sind bis zum letzten Gewindegang durchgängig. Dort hab ich die Kanüle des Würth-Klebers angesetzt und den Kleber durch die Löcher gespritzt. Auch davon erwarte ich einen besseren Zusammenhalt der Gewinderinge.
Ich habe den Kleber zwei Tagen ablüften lassen bevor ich den Tank neu mit Benzin befüllt habe.
 

Noch ein Nachtrag: Ich musste leider die Feststellung machen das die Verklebung nur etwa ein halbes Jahr hält!
Die Suche im I-Net hat ergeben das der Kunststoff PE ohnehin nicht zu verkleben ist.
Ich werde mir darum einen Tank aus Metall bauen lassen. Natürlich berichte ich darüber.
 

 
Die Schrauben der Tanklaschen bitte nicht zu fest drehen, bei einigen Usern ist der Tank dort eingerissen.  

 
Hier noch ein Detailbild des Tankgebers.  

 
Die Tankanzeige ist ja recht ungenau. Deshalb hab ich versucht, den Schwimmer ein wenig zu korrigieren. Dabei ist der gehärtete Draht abgebrochen. Ich hab mit einer Lüsterklemme einen neuen, längeren und weicheren Draht befestigt. Den kann ich nun durch den offenen Tankfüllstutzen justieren.  

 
In den Tankdeckel habe ich nach einem Tipp von Uwe noch eine zusätzliche Dichtung eingelegt. So sitzt der Deckel nicht zu stramm auf der Karosserie auf. Auch hier ist es schon zu Abrissen von Gewinderingen gekommen.  

 
Zuletzt habe ich noch das Tankvolumen ausgemessen. Ich habe 11,5L ermittelt. Im Handbuch sind 6L angegeben. Mal etwas positives.  

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Ich habe jemanden gefunden der Aluminium schweissen kann. Dort habe ich einen neuen Tank in Auftrag gegeben.  

 
Und so sieht das nun bei mir aus. Da der Verschlussdeckel nicht ganz so groß ist wie vorher habe ich eine Abdeckung angefertigt..
Ich hoffe damit ist das leidige, wiederkehrende Thema aus dem Weg.
 

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