Zündanlage/Lichtmaschine

Zur Zeit habe ich heftige Probleme mit meiner Katze. Seit einiger Zeit will sie
nicht mehr anspringen. Zwischendurch ging es mal wieder, aber nun
bockt sie ohne Ende. Sie springt an, läuft etwa 30 Sekunden, dann
verschwinden kurzzeitig die Zündimpulse, kommen wieder,
verschwinden wieder,
usw...
.

 
Da ich ohnehin ein "elektrischer" Mensch bin, hab ich die Katze ausgiebig untersucht.
 

 
Zur genaueren Betrachtung habe ich den linken Seitendeckel geöffnet. Mittig ist das Polrad zu sehen.
 

 
Dabei kommt auch der Anlasser samt Kette zum Vorschein.  

 
Im inneren des Deckels sind die Lichtmaschinenwicklungen und der Zündimpulsgeber (oben links). Die Ladespulen für die Kondensatorzündung sind die beiden hellen Spulen rechts.
 

 
Der Regler einer Motorrad-Lichmaschine. Im Gegensatz zur Auto-Lichtmaschine, in der die erzeugte Spannung geregelt wird, wird im Regler der Motorrad-Lichmaschine die zuviel erzeugte Energie verbraten. Darum der große Kühlkörper..
 

 
Das Kabel ist angescheuert, ich hab es neu verlegt. Links daneben ist der Zündimpulsgeber. Die Lichtmaschine erzeugt ca. 140W Leistung, also etwa 12A bei 12V oder 10A bei 14V.
 

 
Die Qualität der Gummis hab ich ja schon an anderer Stelle (Achsschenkelmanschette) beschrieben. Ersatz muss her.  

 
Da ich zum beobachten der Zündimpulse immer die Zündkerzen heraus drehen musste, habe ich als Ersatz bei Louis andere Kerzenstecker mit Kontrolleuchte gekauft..  

 
Die Zündspulen der Katze. Sie hat zwei davon. Es gibt auch Spulen mit zwei Zündkerzenanschlüssen.  

 
Die CDI-Einheit der Katze. Hier vermute ich den Fehler, da sich alle anderen Elemente der Zündanlage normal verhalten. Der rechte Stecker mit dem roten Draht ist zweipolig und enthält noch die "Abschaltleitung". Diese hab ich zum Messen vorrübergehend entfernt.  

 
Ich hab den Fehler endlich gefunden. Die CDI-Einheit ist defekt. In der vergossenen Blackbox hat sich vermutlich bei dem kalten Wetter Schwitzwasser gebildet. Ich habe die Box geöffnet und zwischen dem Boden der Plastikschachtel und der Platine Feuchtigkeit gefunden. Die Box war anscheinend nicht sorgfältig vergossen, sodass ein Hohlraum geblieben ist.
Da meine Box nun offen ist, hab ich sie bis zum Austausch mit Silikon umhüllt.
 

 
Das war mal die Plastikbox in der die CDI eingegossen war. Auf dem Boden ist ein Klecks Silikon, mit dem die Platine vor dem Vergiessen fixiert war. Links auf dem Silikon sieht man einen dunklen Fleck, hier war eine Schmorstelle.  

 
Da die Probefahrten alle ohne Probleme abgelaufen sind, habe ich das Steuergerät vom Silikon befreit und die Steckverbinder ausgelötet.  

 
Die Steckverbinder habe ich, wie bei dem Lichmaschinenregler vorgegeben, mit Einzeldrähten angeschlossen. Das Ganze habe ich dann in eine Schraubenschachtel mit Universalsilikon eingegossen.  

 
So sieht das Teil nun von unten aus.  

 
Noch schnell den Haltegummi drüber gezogen und fertig ist das Steuergerät.  

 
Das ist der Stecker von der D401 CDI auf den Bildern weiter unten. Es ist der gleiche Stecker wie bei meiner Cougar. Die Steckerbelegung ist (links oben beginnend) wie folgt:
Impulpgeber, Zündspule, Ladespule der Lichtmaschine,
Masse Impulsgeber, Fahrzeugmasse, Abschaltleitung
Bei der Kazuma sind die beiden Masseanschlüsse miteinander verbunden.
 

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Nachdem mein Motorrad-Händler gesehen hat,
dass sich die CDI-Geräte teilweise reparieren lassen,
ist er gleich mit einer ganzen Kiste zu mir gekommen.


 

Ich habe dann versuchsweise ein Gerät von einer Kymco (KXC - J100 / D411) geöffnet.
Die Kabelbelegung ist wie folgt:
grün...............Masse
hellgrün.........Masse Impulsgeber

blau/gelb........Impulsgeber
schwarz/gelb..Zündspule
schwarz/rot.....Ladespule Lichtmaschine
schwarz/weiß..Abschaltleitung

 

 
Im Grunde genommen sieht man den gleichen Fehler wie bei meinem Gerät. Die Vergussmasse scheint nicht immer dicht zu sein und lässt Wasser eindringen. Deutlich ist die Wasserlache auf dem Gehäuseboden zu sehen. Das Wasser wiederum hat zu einer Brandstelle geführt.  

 
Die Platine ist repariert. Nun kann es wieder vergossen werden.  

 
Die fertig vergossene CDI passt mit einem anderen Stecker auch an meine Cougar. Allerdings geht der Drehzahlmesser dann nicht. Aber die Katze läuft damit.  

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Ein weiteres Kymco Gerät. Das hab ich komplett zerlegt.
Nur um es mal genauer betrachten zu können.

 

 

 
In der Mitte das längliche graue Teil ist der Singlechip-Prozessor PIC16C540.
Obwohl ein zweipoliger und vierpoliger Stecker gesetzt ist, sind insgesamt nur die äusseren 4 Pins belegt.
 

 
Die Steckerbelegung ist (links oben beginnend) wie folgt:
Zündspule, frei, 12V
Masse, frei, Impulsleitung/PC-IN
Anscheinend kann man die CDI programmieren.
 

Noch ein Nachtrag: Die Vergussmasse sollte frei sein von Essigsäure!
Also kein Sanitärsilikon sondern Universalsilikon wie Sikaflex oä.


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Die Lichtmaschine der CB400N besteht ebenso wie bei anderen Motoren
aus dem Lichtmaschinenstator und den Impulsgeber.
Leider gehen die Impulsgeber bei älteren Motoren immer wieder kaputt.

 
Als schadhaft habe ich den Impulsgeber heraus gemessen. Anscheinend dringt Feuchtigkeit zwischen das Alugehäuse und Vergußmasse und schädigt dann die Spulen. Mit einem Heißluftgebläse kann man die Vergußmasse aufweichen und dann heraus pulen. Im Vordergrund das ausgebaute Innenleben.  

 
Ich habe die Spulen vermessen: Aussendurchmesser 14mm, Höhe 9mm, Lochdurchmesser 4mm, Wickeldraht 0,1mm Kupferlackdraht.
In alten Relais habe ich geeigente Spulenkörper gefunden und mit Lackdraht voll gewickelt. Beide Spulen werden mit einem Ende an das Gehäuse (Masse) angeschlossen. Der Wickelsinn ist im Uhrzeigersinn. Also von den Zuleitung kommend, im Uhrzeigersinn aufgewickelt, das Ende dann an Masse angeschlossen.
Die braune Leitung geht an die linke Spule, die hellgrüne Leitung an die recht Spule.
 

 

Impulsgeber und Stator müssen wieder verbunden werden. Dann wird der Kabelbaum mit Gewebeband umwickelt.

Folgende Widerstandswerte sind zu messen:
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Kondensator Ladespulen
grün: Masse Stator
blau: 380 Ohm gegen Masse
weiß: 300 Ohm gegen Masse
rosa: 133 Ohm gegen Masse
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Impulsgeber braun: 100 Ohm gegen Impulsgebergehäuse (eingebaut auch Masse)
hellgrün: 100 Ohm gegen Impulsgebergehäuse
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Batterieladespulen
3x gelb gegeneinander gemessen ca. 1,5 Ohm, massefrei!

Widerstandswerte +/- 10 Prozent sind sicher kein Problem.

 

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Neulich bin ich liegen geblieben. Kein Zündfunke mehr.
Meine Vermutung fiel als erstes auf die CDI. Da ich noch eine
als Ersatzteil liegen hab konnte ich das sofort testen.
Hier also ein paar Bilder von einer defekten CDI für die CB400N.

 
Zuerst habe ich die gummiartige Masse heraus gepult. An der Oberseite sieht man eine kleine Erhebung. Darunter verbirgt sich ein Thyristor. Der hochstehende Kühlkörper des Bauteils war anscheinend nicht aussreichend mit Vergussmasse bedeckt. So konnte Feuchtigkeit eindringen.  

 
Etwas mühselig.......  

 
......aber schliesslich doch erfolgreich.  

 
Das Gehäuse musste doch aufgeschnitten werden.  

 

Es war einmal eine CDI. Wenn man bedenkt, dass die CDI schon über 20 Jahre alt ist, darf sie schon mal kaputt gehen.
Aber eigentlich nicht bei mir ;-)

 
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Rotorreparatur einer Honda Bol d´Or Lichtmaschine.
 
Von einem Bekannten hatte ich einige Rotoren zwecks Reparaturversuch bekommen. Die Rotoren sind berüchtigt dafür, das die Wicklung an irgendeiner Stelle durchbrennt.  

 
Ich hab also einen Rotor auseinander gezogen um das Teil neu zu wickeln.  

 
Leider muss man derart hohe Kräfte aufwenden das sich der Körper verbiegt.  

 
Dann ist mir aufgefallen das die Wicklung an einem aussen liegenden Knick durchgebrochen ist.  

 
Ich hab dann einen anderen Rotor genommen und das äussere Wicklungsende gesucht. Als ich daran zog kam die gleiche Bruchstelle zum Vorschein.  

 
Wichtig: man muss das äussere Ende finden!  

 
Nach dem Verlöten mit dem Anschlußstück war der Rotor wieder einsatzbereit.  

Hier noch ein interessanter Link zum Thema
Lima-Reparatur

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